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Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Ausgabe geht es um die Souveränität von Cloud-Diensten, dass die IP-Adressenspeicherung nun doch kommen soll, was beim Angriff auf einen Messengerdienst passiert ist, dass die Bildungsausgaben des Bundes steigen und was KI kostet. Anlässlich des 400. Radars schauen wir ein klein wenig zurück und ein kleines bisschen in die Zukunft. In den GI-Mitteilungen verkünden wir stolz, dass die GI Mitbegründerin des Innovationsrates für Deutschland ist, versuchen, Sie zu animieren, an unserem Radar mitzuschreiben und möchten Sie auf unseren YouTube-Kanal locken, wo es diverse Regionalgruppenvorträge zum Nachhören gibt. Das Fundstück befasst sich mit dem Mauscursor.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dieser Ausgabe.
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Cloud-Souveränität + IP-Adressenspeicherung + Angriff auf Messengerdienst + Bildungsausgaben + KI-Kosten + Radar 400 + Innovationsrat für Deutschland + Radar-Beiträge erwünscht + Regionalgruppenvorträge zum Nachhören + Cursor Camp
KURZMITTEILUNGEN
BSI definiert Cloud-Souveränität (Heise). Das Verständnis davon, wann eine (IT-)technische Infrastruktur souverän ist, ist nicht immer eindeutig. Reicht es, wenn die Server in Europa stehen? Was muss man noch bedenken? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat nun definiert, wann eine Cloud souverän ist. weiterlesen
Bundesregierung beschließt IP-Adressenspeicherung (ZEIT). Das Kabinett hat eine Gesetzesänderung zum Thema IP-Adressenspeicherung beschlossen. Künftig sollen IP-Adressen drei Monate lang gespeichert und bei begründetem Verdacht auf richterliche Anordnung hin von Strafverfolgungsbehörden genutzt werden können. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. weiterlesen
Angriff auf Messengerdienst: was ist passiert und wie schützt man sich? (taz) Gerade ist ein Messengerdienst massiv angegriffen worden; betroffen sind unter anderem Verantwortliche aus der Politik. Es wird von Hacks gesprochen, von knacken und ähnlichem. Was ist jedoch genau passiert, was wäre vermeidbar gewesen und wie geht man in Zukunft mit dubiosen Messenger-Nachrichten um? Eine Erklärung. weiterhören
Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft steigen (Forschung & Lehre). Im Jahr 2024 haben öffentliche Hand und Private laut Statistischem Bundesamt 21 Milliarden € mehr für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben als im Vorjahr. 55 Milliarden € davon gehen an die Hochschulen. weiterlesen
KI (bald) teurer als Menschen? (Golem) KI-Anwendungen machen die Arbeit effizienter und besser, ohne entsprechende Tools sind Belegschaft und Unternehmen bald abgehängt – so lautet das gängige Narrativ. Mittlerweile gibt es jedoch Unternehmen, wo die Rechenkosten die Personalkosten übersteigen. Die Frage nach dem Mehrwert der KI-Investitionen wird nun gestellt. weiterlesen
THEMA IM FOKUS
Am 13. Januar 2017 haben wir nach dem Abschied von einem renommierten Verlag unser GI-Radar neugestartet – in Eigenregie. Nehmen unsere Mitglieder das an, ist es ihnen zu „selbstgestrickt“, finden wir genügend Themen und Nachrichten aus der GI, um alle 14 Tage einen spannenden Newsletter herauszubringen? Heute haben Sie nun Radar Nr. 400 in der Mailbox – 220 davon stammen aus unserer Redaktion, die übrigen 180 aus der Zeit davor (gi-radar.de/archiv/). Schlank, unbebildert, werbefrei, alle 14 Tage – an dieser Form haben wir festgehalten, auch als das Medienumfeld in die Gegenrichtung kippte.
Manche Texte und Meldungen muten aus heutiger Sicht an wie aus einem anderen Leben – andere sind nach knapp zehn Jahren noch erschreckend aktuell. Manche Radare haben Empörung ausgelöst, etwa unsere provokante Überschrift zu einer MIT-Anwendung („Wen hätten Sie überfahren?“: Radar 209). Andere Radare haben sowohl Zustimmung als auch Verwunderung ausgelöst – etwa zu KI und christlicher Ethik (Radar 364) oder zu Berufsperspektiven von Frauen in der Informatik (Radar 200).
Hin und wieder werden wir beschimpft („Bullshit, IT-fremde Schwafel- und Seilschaftsveranstaltungen“), gelegentlich wird uns der Austritt aus der GI angedroht. Wir reiben uns dann verwundert die Augen – und machen weiter. Natürlich gibt es auch Lob, etwa zu den Themen im Fokus, zur Auswahl der aktuellen Artikel und zu Fundstücken.
Ein Blick in die ersten Ausgaben lohnt sich: Schon im Januar 2017 ging es bei uns um digitale Souveränität – ein Thema, das erst seit kurzem in der breiten Öffentlichkeit angekommen ist. Auch pro und contra Open Source war bereits 2017 bei uns ein Thema, ebenso wie Bitcoin, was seinerzeit noch als mögliche Blase betrachtet wurde. IT-Sicherheit und Überwachung sind immer wiederkehrende Fragen, ebenso wie die Ausgestaltung des Informatikunterrichts an Schulen und der Curricula an den Hochschulen. Künstliche Intelligenz kam erst langsam in den Fokus und beherrscht momentan fast jedes Radar – was die Auswahl nicht leichter macht: Bei der Flut an KI-Meldungen ist die eigentliche Arbeit das Aussortieren.
Eine ständige Herausforderung: Autorinnen und Autoren für unsere Fokus-Themen zu gewinnen. Manchmal fliegen uns Texte zu – häufiger braucht es Überzeugungsarbeit, dass das Radar eine gute Bühne ist, um eigene Forschung oder Herzensthemen einem größeren Publikum bekannt zu machen. Denn das Fokusthema wird nicht nur als Radar an die Mitglieder verschickt, sondern auch auf unseren Webseiten als Blogbeitrag (gi.de/themen) veröffentlicht.
Über das Layout haben wir immer wieder diskutiert, neue Techniken eruiert und uns gefragt, ob unser Stil noch zeitgemäß ist. Die letzte Mitgliederumfrage hat uns im aktuellen Format bestärkt. In den kommenden Ausgaben wird sich dennoch etwas ändern: Wir wechseln auf einen anderen Mailversand-Dienstleister und nehmen das zum Anlass, das Layout zu modernisieren – behutsam, an unseren Prinzipien (schlank, unbebildert, werbefrei) halten wir fest.
Bleibt die Frage an Sie: Welche Themen sollten wir auf dem Schirm haben, welche Beiträge möchten Sie selbst bei uns unterbringen, was vermissen Sie? Schreiben Sie uns an redaktion@gi-radar.de – wir freuen uns auf Anregungen für die nächsten 100 Ausgaben.
Ihr Redaktionsteam Dominik Herrmann und Cornelia Winter
GI-MELDUNGEN
GI ist Mitbegründerin des Innovationsrats für Deutschland. Auf der Hannover Messe haben acht Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft den Innovationsrat für Deutschland gegründet. Der Innovationsrat Deutschland soll als Teil der Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ Handlungsempfehlungen formulieren, wie Deutschland zukunftsfähig bleibt und auch künftig im globalen Wettbewerb mitspielen kann. Er hat fünf Impulse zu den Themen Innovation, regulatorischer Rahmen, Investitionen, Bildungssystem und Forschung sowie Arbeitsmarkt formuliert. weiterlesen
Bereichern Sie unser GI-Radar! Vor längerer Zeit haben wir bereits mit dem „großen Nichts“ einen Aufruf gestartet für ein buntes Radar und vielfältige Themen im Fokus. Erfreulicherweise haben sich einige Mitglieder gemeldet und unser Radar seitdem mit frischem Wind und interessanten Texten bestückt. Von dieser Sorte wünschen wir uns mehr und freuen uns auf Vorschläge und Ihr Interesse. Und wir versprechen: Das Radar wird aufmerksam gelesen und ruft je nach Beitrag vielfältige Reaktionen hervor. Bei Interesse bitte Mail an die Redaktion. Mail an die Redaktion
GI-Regionalgruppen: Vorträge zum nachhören. Gedacht sind unsere Regionalgruppen in erster Linie als Treffen vor Ort zum Netzwerken, aber ab und zu finden auch Veranstaltungen im Netz statt. Eine Auswahl unserer Veranstaltungen veröffentlichen wir regelmäßig, sodass Sie daran auch im Nachhinein partizipieren können. Beispielsweise gibt es Vorträge zu KI und Medizin, Batterietechnik für die Energiewende oder Tipps für die StartUp-Gründung. Schauen Sie in unseren YouTube-Kanal. weiterlesen
Kennen Sie eigentlich den GI-Pressespiegel? Dort sammeln wir die Berichterstattung über unsere Fachgesellschaft in Zeitungs-, Radio- und Fernsehbeiträgen. Schauen Sie rein, es gibt da immer wieder Neues oder auch ältere Fundstücke.
FUNDSTÜCK
Cursor Camp. Neal Agarwal pflegt seit Jahren das, was er selbst „Weird Web 2.0“ nennt: kleine, eigenständige Browser-Werke, die ohne Login, ohne Avatar, ohne Plattform-Overhead funktionieren. Sein neuestes Stück, Cursor Camp, ist genau das: ein Campingplatz für Ihren Mauszeiger. Mehr Identität als Pfeil und Länderfllagge gibt es zunächst nicht – und mehr braucht es offenkundig auch nicht, damit sich ein Ort lebendig anfühlt. Eine kleine Designthese steckt darin: Geteilte Präsenz entsteht nicht durch Onboarding-Funnels und Friend-Graphs, sondern durch Sichtbarkeit und Gleichzeitigkeit. Empfohlen für genau die zehn Minuten, die Sie eigentlich nicht mehr arbeiten wollten. Zum Fundstück (neal.funl)
Welches Fundstück hat Sie zuletzt inspiriert? Senden Sie uns Ihre Ideen!
Dies war Ausgabe 400 des GI-Radars vom 1. Mai 2026. Zusammengestellt hat diese Ausgabe Dominik Herrmann, der hofft, dass sich Ihr Cursor am heutigen Tag der Arbeit etwas ausruhen kann. Die Kurzmitteilungen und die GI-Meldungen hat GI-Geschäftsführerin Cornelia Winter zusammengetragen. Das nächste Radar erscheint am 15. Mai 2026.
Im GI-Radar berichten wir alle zwei Wochen über ausgewählte Informatik-Themen. Wir sind sehr an Ihrer Meinung interessiert. Für Anregungen und Kritik haben wir ein offenes Ohr, entweder per E-Mail (redaktion@gi-radar.de) oder über das Feedback-Formular bei SurveyMonkey.
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