Die Macher der Software ChatGPT arbeiten daran, die Folgen ihrer Erfindung in den Griff zu bekommen. Die Entwicklerfirma OpenAI veröffentlichte ein Programm, das unterscheiden soll, ob ein Text von einem Menschen oder einem Computer geschrieben wurde. ChatGPT kann menschliche Sprache so gut nachahmen, dass es unter anderem Sorgen gibt, damit könnte bei Schul- und Studienarbeiten geschummelt oder im großen Stil Desinformationskampagnen erstellt werden. 

Noch funktioniere die Erkennung eher mittelmäßig, räumte OpenAI in einem Blogeintrag ein. In Testläufen habe die Software in 26 Prozent der Fälle korrekt von einem Computer geschriebene Texte identifiziert. Zugleich seien aber auch neun Prozent der von Menschen formulierten Texte fälschlicherweise einer Maschine zugeordnet worden. Deshalb empfehle man vorerst, sich bei der Bewertung der Texte nicht hauptsächlich auf die Einschätzung des classifiers zu verlassen.

Dennoch funktioniert er besser als herkömmliche Software zur Überprüfung von Texten auf Plagiate: Bei ChatGPT-Texten sind sie nicht hilfreich, da sie nur püfen, ob der Text oder Teile davon bereits veröffentlicht wurden  – während die KI einzigartige Texte erstellt. OpenAI prüft als Alternative zu seinem classifier den Einsatz von einer Art Wasserzeichen für ChatGPT, das für das menschliche Auge nicht erkennbar wäre.

ChatGPT ist eine Software auf Basis künstlicher Intelligenz, die auf gewaltigen Mengen von Texten und Daten trainiert wurde, menschliche Sprache nachzuahmen. Zugleich kann das Programm überzeugend völlig falsche Angaben zwischen korrekte Informationen mischen. OpenAI machte ChatGPT im vergangenen Jahr öffentlich zugänglich und löste damit Bewunderung für die Fähigkeiten der Software und die Sorge vor Betrug aus.

Google entwickelt ebenfalls seit Jahren Software, die wie ein Mensch schreiben und sprechen kann, sah bisher aber vor einer Veröffentlichung ab. Nun lasse der Internetkonzern aber Mitarbeiter einen Chatbot testen, der ähnlich wie ChatGPT funktioniere, berichtete der Sender CNBC. In einer internen E-Mail hieß es, dass eine Antwort auf ChatGPT Priorität habe. Google experimentiere auch mit einer Version seiner Internetsuchmaschine, die mit Fragen und Antworten arbeite.