GI-Radar 410: Wahl mit Quittung

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Ausgabe geht es darum, wie viel Privatsphäre der digitale Euro bieten soll, warum Start-ups dank Rüstung und KI boomen und schon jetzt mehr Wagniskapital eingeworben haben als im ganzen Vorjahr, was nach einem auffälligen EKG von der Smartwatch passiert und wie die EU-Staaten die Chatkontrolle auf Dauer stellen wollen. Im Thema im Fokus erläutern wir Ihnen die Verifikation bei unserer Präsidiumswahl, die in der kommenden Woche startet. In den GI-Meldungen nehmen wir Sie mit auf das Informatik Festival in Dresden, wo wir die GI-Fellows 2026 ausgezeichnet sowie die Klaus-Tschira-Medaille und den Balzert-Preis für digitale Didaktik verliehen haben. Außerdem geht der Deutsche Preis für Software-Qualität an Mario Winter, und die neue Ausgabe der Lehrkräfte-Zeitschrift IBiS ist erschienen. Im Fundstück raten Sie, was andere gestern geantwortet haben.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dieser Ausgabe.

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Digitaler Euro + Start-up-Boom durch Rüstung und KI + Vom Smartwatch-EKG zur Behandlung + Chatkontrolle per Suchplan + Verifikation bei der Präsidiumswahl + GI-Fellows 2026 + Klaus-Tschira-Medaille + Balzert-Preis + Preis für Software-Qualität + Neue IBiS + Familien-Duell im Browser

KURZMITTEILUNGEN

Digitaler Euro: Wie viel Privatsphäre darf es sein? (netzpolitik.org). Seit September verhandeln EU-Parlament und Mitgliedstaaten im sogenannten Trilog, den Dreierverhandlungen mit der EU-Kommission, über den digitalen Euro. Beim Datenschutz liegen sie an mehreren Punkten auseinander. Das Parlament will nur Daten zulassen, die „unbedingt notwendig“ sind; diese Formel fehlt im Vorschlag der Mitgliedstaaten. Zudem sollen ausdrücklich die Datenschutzbehörden zuständig sein. Online laufen alle Zahlungen pseudonymisiert über das System der Europäischen Zentralbank (EZB) und der nationalen Zentralbanken. Offline sollen digitale Euros als Token direkt von Gerät zu Gerät wandern, mit einer Privatsphäre, die näher an Bargeld liegt. Eine Bagatellgrenze, unter der kleine Zahlungen anonym blieben, steht in keiner der beiden Positionen. Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber hatte 100 Euro pro Zahlung vorgeschlagen, der Datenschutzexperte Thilo Weichert fordert bis zu 200 Euro. Das Parlament will die Frage drei Jahre nach dem Start von der Kommission prüfen lassen, die Mitgliedstaaten nicht einmal das. Weichert wirft dem Rat vor, die anfallenden Daten „für Überwachungszwecke zu nutzen“. Die Organisation Finance Watch hält aber auch die Position der Mitgliedstaaten für besser als den ursprünglichen Kommissionsvorschlag. Die EZB, die seit 2021 an dem Projekt arbeitet, plant die Einführung für 2029, sofern die Verordnung wie vorgesehen bis Jahresende steht.  weiterlesen

Start-up-Boom dank Rüstung und KI (ZEIT). Bis Ende September ist in diesem Jahr mit rund acht Milliarden Euro schon mehr Wagniskapital in deutsche Start-ups geflossen als im gesamten Vorjahr mit etwa 7,5 Milliarden. Das geht aus einer Datenanalyse des Startup-Verbands hervor, über die die ZEIT berichtet. Zehn Start-ups sind dieses Jahr hinzugekommen, die mit mindestens einer Milliarde Euro bewertet werden, sogenannte Unicorns, darunter Osapiens, Neura Robotics und die Rüstungsfirma Stark Defense; insgesamt sind es nun 39. Als Treiber nennt der Verband steigende Investitionen in Rüstungsfirmen wie Quantum Systems und Helsing sowie künstliche Intelligenz: Für 53 Prozent der gut 1800 im Deutschen Startup Monitor befragten Firmen steht KI im Zentrum des Produkts, 2024 waren es 39 Prozent. Beim Geld wächst allerdings der Abstand zu den USA, wo 2026 bereits 307,6 Milliarden Euro in den KI-Sektor flossen, in ganz Europa 27,2 Milliarden. Auch sonst sieht der Verband Schwächen: Von den Start-ups mit Börsenplänen zieht es 62 Prozent in die USA, und 64 Prozent setzen bei digitalen Technologien überwiegend oder ganz auf US-Anbieter. Den Fachkräftemangel halten dagegen nur noch 15 Prozent für eine große Hürde, vor zwei Jahren waren es 30 Prozent. Unsere Einordnung: Das Kapital fließt in Deutschland, doch wer an die Börse will, strebt meist in die USA, und technisch hängen viele ohnehin an US-Anbietern. Für die digitale Souveränität ist das kein gutes Zeichen. Die Zahlen stammen vom Startup-Verband, der Interessenvertretung der Branche.  weiterlesen

Vorhofflimmern erkannt – und dann? (heise). Viele Smartwatches, etwa von Apple und Samsung, zeichnen EKGs auf, warnen bei auffällig hohem oder niedrigem Puls und melden Hinweise auf Vorhofflimmern, eine Herzrhythmusstörung, die das Schlaganfallrisiko erhöht. Vorhofflimmern werde dadurch häufiger erkannt, weniger Schlaganfälle gebe es aber offenbar noch nicht, sagte Raphael Twerenbold vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auf den Herztagen 2026 der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Anna Laura Gundlers Tagungsbericht kreist um die Frage, wer sich die Befunde ansieht und für die Behandlung sorgt. Gerhard Hindricks vom Deutschen Herzzentrum der Charité lobt KI bei der Auswertung unklarer EKGs und beim Mitschreiben von Arztgesprächen. Wie wichtig es ist, solche Texte zu prüfen, zeigt Benjamin Meder: Patienten des englischen NHS fanden in KI-Gesprächszusammenfassungen falsche Diagnosen und verwechselte Medikamentennamen, die dem Personal entgangen waren. Volker Kühlkamp sieht die Lösung nicht in KI, sondern in veränderten Strukturen. Ein Beispiel dafür ist das Telemonitoring bei Herzinsuffizienz: Messwerte gehen an ein Telemedizinzentrum, werden dort fachlich bewertet und bei Bedarf an die Praxis weitergegeben, die den Eingang binnen 48 Stunden bestätigen muss. In der elektronischen Patientenakte kommen laut Benny Levenson dagegen selbst aus großen Kliniken keine Einträge an. Das Fazit des Artikels: „Ein genauerer Befund hilft wenig, wenn niemand die weitere Versorgung übernehmen kann.“ Unsere Einordnung: Naheliegend wäre, auch Smartwatch-Daten automatisch an ein Auswertungszentrum zu schicken. Der Artikel zeigt aber, dass der Engpass weniger bei der Datenübertragung liegt als bei der Frage, wer am Ende zuständig ist.  weiterlesen

Chatkontrolle per „Suchplan“ (heise). Die EU-Mitgliedstaaten wollen über sogenannte Suchpläne eine dauerhafte Rechtsgrundlage für Massenscans privater Kommunikation schaffen. Das geht aus geleakten internen Dokumenten des Ministerrats hervor, über die heise kurz vor der Trilog-Runde am 29. September zur geplanten EU-Verordnung gegen sexuellen Kindesmissbrauch berichtet hat. Nationale Justiz- oder unabhängige Verwaltungsbehörden sollen Chat- und E-Mail-Anbietern befristete Pauschalgenehmigungen erteilen können, Nachrichteninhalte zu durchleuchten. Damit würde die befristete „Chatkontrolle 1.0“ festgeschrieben, unter der Facebook, Google und andere „freiwillig“ nach Missbrauchsmaterial suchen dürfen. Diese Übergangsregel war im April 2026 ausgelaufen; im Juli verfehlte im EU-Parlament ein Antrag, ihre Verlängerung abzulehnen, die nötige absolute Mehrheit, nun soll sie bis April 2028 gelten. Der Rat beharrt darauf, dass ein dauerhaftes Gesetz nicht weniger leisten dürfe als die bisherigen freiwilligen Scans. Selbst sein Juristischer Dienst hält das Scannen ganzer Dienste oder von Teilen davon „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ für unvereinbar mit EU-Recht, weil der Europäische Gerichtshof darin eine „allgemeine und unterschiedslose Überwachung“ sehen dürfte. Der frühere EU-Abgeordnete Patrick Breyer spricht vom Versuch, Massenüberwachung „umzuetikettieren“; laut ihm sind rund 75 Prozent der gemeldeten Chats strafrechtlich irrelevant. Das EU-Parlament setzt auf gezielte Ermittlungen, nur bei konkretem Verdacht und mit richterlichem Vorbehalt. Unsere Einordnung: Mit den Suchplänen für private Chats hat sich der Rat vorerst nicht durchgesetzt. Beim Trilog am 29. September gab es dazu laut Breyer keine Einigung, nur bei öffentlich zugänglichen Inhalten eine vorläufige. Im Oktober wird auf Fachebene weiterverhandelt, im November soll ein neuer Anlauf folgen. Vom Tisch ist die anlasslose Durchsuchung privater Kommunikation damit nicht.  weiterlesen

THEMA IM FOKUS

Online-Wahlen und die individuelle Verifikation der Stimmabgabe. Für unsere Online-Wahlen in der GI haben wir natürlich dafür gesorgt, dass der Anbieter das Wahlsystem ordnungsgemäß implementiert hat, dass also das Wahlgeheimnis gewahrt wird und die Stimmen korrekt gesammelt und ausgezählt werden. Für die Korrektheit der Stimmabgabe haben wir hier ein zusätzliches Instrument eingeführt, das den Wählenden erlaubt, mithilfe von Tools unabhängiger Hersteller zu überprüfen, dass ihre Stimmen tatsächlich korrekt in der Urne abgelegt und am Ende richtig ausgezählt werden. Das sorgt für Transparenz des Verfahrens und stärkt das Vertrauen, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für die GI-Präsidiumswahl. Für die diesjährige Präsidiumswahl hat die Forschungsgruppe SECUSO vom KIT auf Basis von aktuellen Forschungsergebnissen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung entwickelt, welche Sie durch die notwendigen Schritte der Stimmabgabe und Verifikation führt. Bereits erledigte Schritte können Sie einfach abhaken. Sollte der Wahl- oder Verifikationsprozess von den beschriebenen Schritten abweichen, melden Sie dies bitte an die in der Anleitung angegebene E-Mail-Adresse. Die Anleitung finden Sie auf der Seite von SECUSO.

Über Feedback zur Verbesserung der Anleitung für nächstes Jahr freuen wir uns. Schreiben Sie dazu gern an tobias.hilt@kit.edu.

Allgemeines zur Verifikation bei den GI-Online-Wahlen. Bei der GI-Präsidiumswahl 2026 können Mitglieder – wie auch in den vorherigen Jahren – ihre Stimme online abgeben. Nach der Stimmabgabe haben sie zusätzlich die Möglichkeit zu überprüfen, ob ihre Stimme so in der digitalen Wahlurne angekommen ist, wie sie es beabsichtigt haben. Hierdurch haben Wählende eine zusätzliche Kontrollmöglichkeit, die über das Vertrauen in das Wahlsystem hinausgeht (gi.de/wahlen/faq).

Für die Überprüfung benötigen Sie ein zweites Gerät mit Internetzugang und der Möglichkeit, einen QR-Code zu scannen, wie beispielsweise ein Smartphone oder ein Tablet. Nach der Stimmabgabe präsentiert das Online-Wahlsystem eine Liste von verschiedenen Anbietern von Verifikationstools. Durch Auswählen eines Anbieters wird ein QR-Code erzeugt, der es Ihnen erlaubt die Korrektheit der Stimmabgabe zu überprüfen (gi.de/wahlen/ablauf-der-verifikation).

Bei der GI-Präsidiumswahl stehen folgende Anbieter zur Verfügung: Karlsruher Institut für Technologie; Florian Moser, Schweiz; Polyas GmbH Kassel.

Die GI hat sich bewusst dafür entschieden, mehrere Verifikationstools von unterschiedlichen Herstellern anzubieten. So können die Mitglieder selbst wählen, welchem Anbieter sie vertrauen.

Forschung zum GI-Online-Wahlsystem & Material. Auf Grundlage der Wahlmaterialien und des Online-Wahlsystems der GI-Wahl 2024 haben die GI-Mitglieder Tobias Hilt, Christian Mack, Benjamin Berens und Melanie Volkamer eine umfassende Nutzerstudie zur Nutzbarkeit und Manipulationserkennung durchgeführt und im Rahmen der Studie Verbesserungen am Wahlmaterial und am Online-Wahlsystem entwickelt und getestet.

Die Studie bestand aus zwei Phasen und es nahmen insgesamt 437 Personen daran teil. In der ersten Phase testeten die Teilnehmenden das Wahlsystem und die Materialien hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit. In der zweiten Phase kamen Wahlsysteme zum Einsatz, die verschiedene Formen der Manipulation simulierten. So untersuchte das Forschungsteam, ob die Gruppen diese Manipulationen unterschiedlich gut erkannten und anschließend den Wahlverantwortlichen meldeten.

Die vorgeschlagenen Verbesserungen führten dazu, dass die Teilnehmenden die Korrektheit ihrer abgegebenen Stimme häufiger überprüften und verschiedene Manipulationsarten häufiger aufdeckten. Die Studie wurde auf der Konferenz CHI 2026 vorgestellt. Das Paper ist online verfügbar.

Umfrage zur Nutzbarkeit der Verifikation. Im Rahmen der diesjährigen GI-Wahl führen wir außerdem eine kurze Umfrage zur Nutzbarkeit der verschiedenen Verifikationstools durch. Damit möchten wir Verbesserungspotenzial für kommende Wahlen erkennen. Wir würden uns freuen, wenn Sie daran teilnehmen. Die Umfrage erreichen Sie über die entsprechenden Schaltflächen in den Verifikationstools nach Abschluss der Überprüfung. Bitte füllen Sie die Umfrage erst nach Beendigung der Wahl aus. Ihr Feedback hilft den Entwicklungsteams, ihre Tools weiter zu verbessern.

Dieser Beitrag wurde von Tobias Hilt (Forschungsgruppe SECUSO, KIT) beigesteuert. Vielen Dank!

GI-MELDUNGEN

GI-Fellows 2026. Auf dem Informatik Festival in Dresden haben wir die GI-Fellows 2026 ausgezeichnet. Der Nominierungsausschuss unter Vorsitz unserer früheren Präsidentin Christine Regitz hat fünf Persönlichkeiten ausgewählt, die die Informatik und die GI in besonderer Weise vorangebracht und geprägt haben: Wolfgang Lehner (TU Dresden), Erhard Rahm (Universität Leipzig), Andreas Schwill (Universität Potsdam), Karin Vosseberg (Hochschule Bremerhaven) und Bernhard Witt. Sie haben sich um Cybersicherheit, Datenschutz, Datenbanksysteme, Informatikdidaktik und den Aufbau unabhängiger digitaler Systeme an Hochschulen verdient gemacht. In festlicher Runde haben wir unsere neuen Fellows gefeiert. Wir gratulieren und freuen uns auf einen regen Austausch!  weiterlesen

Klaus-Tschira-Medaille an Gerhard Weber. Ebenfalls auf dem Informatik Festival haben wir Gerhard Weber mit der Klaus-Tschira-Medaille ausgezeichnet. Gemeinsam mit der Klaus Tschira Stiftung würdigen wir damit sein Engagement für Barrierefreiheit in der Informatik. Weber leitete von 2007 bis 2026 an der TU Dresden den Lehrstuhl für Mensch-Computer-Interaktion und die Arbeitsgruppe „Services Behinderung und Studium“. Seit mehr als 30 Jahren setzt er sich dafür ein, dass alle Menschen gleichberechtigt an Informatikanwendungen teilhaben können – schon Mitte der 1990er-Jahre forschte er an der Universität Stuttgart dazu, wie blinde Menschen grafische Benutzeroberflächen bedienen können. Wir gratulieren!  weiterlesen

Balzert-Preis 2026 für europäische Hackathon-Meisterschaft. Der Balzert-Preis für digitale Didaktik geht in diesem Jahr an ein Team: Franziska Boenisch und Adam Dziedzic vom CISPA Helmholtz Center for Information Security haben die „CISPA European Cybersecurity & AI Hackathon Championship“ ins Leben gerufen. In 24-Stunden-Hackathons an Universitäten in ganz Europa untersuchen Studierende selbst die Sicherheitsrisiken von KI-Systemen; die besten Teams treten im Finale gegeneinander an. Der von Helmut und Heide Balzert gestiftete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Einen Eindruck von der Pariser Runde des Wettbewerbs gibt ein kurzes Video. Wir gratulieren!  weiterlesen

Deutscher Preis für Software-Qualität an Mario Winter. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung (ASQF) und dem German Testing Board (GTB) vergibt die GI-Fachgruppe Test, Analyse und Verifikation von Software (GI-TAV) in diesem Jahr zum sechsten Mal den Deutschen Preis für Software-Qualität (DPSQ26). Der mit 5000 Euro dotierte Preis geht an Mario Winter, der das Softwaretesten und die Softwarequalität im deutschsprachigen Raum über mehr als drei Jahrzehnte geprägt hat; 2025 ging er nach über 20 Jahren an der TH Köln in den Ruhestand. Übergeben wird der Preis am 11. November bei der 30-Jahr-Feier des ASQF in Frankfurt am Main. Wir gratulieren!  weiterlesen

Neue IBiS erschienen. Die Herbstausgabe der Zeitschrift Informatische Bildung in Schulen (IBiS) ist erschienen. Die IBiS, Nachfolgerin der LOG IN, richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen und erscheint zweimal im Jahr. Themen sind diesmal unter anderem Programmieren im KI-Zeitalter, 25 Jahre agiles Manifest mit Blick auf agile Projekte im Unterricht, Capture the Flag im Informatikunterricht und die Reihe „Persönlichkeiten der Informatik“. Das komplette Heft ist frei als PDF verfügbar.  weiterlesen

Kennen Sie eigentlich den GI-Pressespiegel? Dort sammeln wir die Berichterstattung über unsere Fachgesellschaft in Zeitungs-, Radio- und Fernsehbeiträgen. Diesmal dabei: ein großes Feature des MDR über unser Informatik Festival. Schauen Sie ruhig hinein – es gibt dort immer wieder Neues oder auch ältere Fundstücke.

FUNDSTÜCK

Was haben die anderen gesagt? Feudle verbindet das Prinzip von Wordle mit der Fernsehshow „Familien-Duell“ (im Original „Family Feud“): Jeden Tag gibt es eine Umfragefrage, etwa „Name something guests do at a wedding“, und man errät die häufigsten Antworten, die andere Spielerinnen und Spieler am Vortag gegeben haben. Richtige Treffer klappen auf der Tafel auf und zeigen, welcher Anteil der Befragten sie genannt hat; nach drei Fehlversuchen ist Schluss. Wer alle Antworten findet, bis zu acht pro Tag, erreicht 100 Punkte. Ob ein Tipp als Synonym durchgeht, entscheidet offenbar ein Sprachmodell. Am Ende beantwortet man selbst die Frage für morgen – so entstehen die Daten. Die Fragen schlägt die Community vor und stimmt über sie ab. Das Spiel ist englischsprachig, kostenlos und ohne Werbung; ein Google-Konto braucht man nur, wenn man seine Statistik sehen will.  Zum Fundstück (feudlegame.com)

Welches Fundstück hat Sie zuletzt inspiriert? Senden Sie uns Ihre Ideen!

 

Dies war Ausgabe 410 des GI-Radars vom 2. Oktober 2026. Zusammengestellt hat diese Ausgabe Dominik Herrmann, dessen Smartwatch beim Lesen der Chatkontrolle-Meldung erhöhten Puls gemeldet hat. Die Kurzmitteilungen und die GI-Meldungen hat GI-Geschäftsführerin Cornelia Winter zusammengetragen. Das nächste Radar erscheint am 16. Oktober 2026.

Im GI-Radar berichten wir alle zwei Wochen über ausgewählte Informatik-Themen. Wir sind sehr an Ihrer Meinung interessiert. Für Anregungen und Kritik haben wir ein offenes Ohr, entweder per E-Mail (redaktion@gi-radar.de) oder über das Feedback-Formular bei SurveyMonkey.